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Die Erziehung und Sorge für ein Kind bzw. für einen Jugendlichen nehmen in erster Linie die Eltern wahr. Mitunter können jedoch ergänzende Hilfen des Staates bei der Erziehung notwendig werden.

Der Begriff „Hilfen zur Erziehung“ umfasst einen großen Bereich, der in individuellen Maßnahmen zusammengefasst werden kann. Die Leistungen können sowohl ambulant, teilstationär oder stationär erfolgen.
Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben Sorgeberechtigte, die

  • eine dem Wohl ihres Kindes oder ihres Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleisten können und
  • eine Hilfe für die Entwicklung geeignet und notwendig ist.

Nach Vorliegen der Voraussetzungen können die Sorgeberechtigten ggf. entsprechende Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung in Anspruch nehmen.

  • Erziehungsbeistandschaft, Betreuungshelfer
  • Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Erziehung in einer Tagesgruppe
  • Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen
  • Intensiv sozialpädagogische Einzelbetreuung
  • Hilfe für junge Volljährige und Nachbetreuung

Die Auswahl der Hilfeart richtet sich im Einzelfall nach dem erzieherischen Bedarf und wird durch das Jugendamt der Stadt Norderstedt initiiert.

Mit der Inanspruchnahme der Hilfe zur Erziehung ist kein staatlicher Eingriff in die elterliche Erziehungsverantwortung verbunden. Die Hilfe dient zur Unterstützung der Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben und soll die Erziehungsbedingungen in der Familie verbessern.

Die Hilfe zur Erziehung ist ein gemeinsamer gestaltender und zeit- und zielgerichteter Prozess. Als Grundlage für die Ausgestaltung der Hilfe stellen die Fachkräfte zusammen mit den Sorgeberechtigten und dem Kind bzw. Jugendlichen einen Hilfeplan (§ 36 SGB VIII) auf. Dieser enthält:

  • Feststellung über den Hilfebedarf
  • die zu gewährende Art der Hilfe sowie
  • die notwendigen Leistungen.

Die Fachkräfte des Jugendamts überprüfen regelmäßig, ob die gewährte Hilfeart weiterhin geeignet und notwendig ist.