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Der Auftrag aus Rio

Der Fortbestand allen Lebens auf der Erde bedarf global, regional und auch lokal einer nachhaltigen und gerechteren Entwicklung.

Angesichts einer nunmehr fast 30-jährigen Diskussion über die Grenzen des Wachs­tums und immer deutlicher werdender Folgen der ungerechten Verteilung des Reich­tums auf dieser Welt heißt das auch: Es kann nicht weitergehen wie bisher.

Bemerkenswert ist daher die Einmütigkeit, mit der die 178 Staaten dieser Welt diese Zu­sammenhänge erkannt und sich 1992 in Rio de Janeiro auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung auf die notwendigen Änderungen verpflichtend geeinigt haben.

Als wichtiges Ergebnis dieser Konferenz entstand somit das Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert: die AGENDA 21. Kern dieses Dokumentes ist die Forderung einer Nachhaltigkeit in der Entwicklung; Nachhaltig ist eine Entwicklung immer dann, wenn sie gleichermaßen

- umweltverträglich,
- sozial gerecht und
- wirtschaftlich machbar

ausgerichtet ist. 

Die Rolle der Kommune – Ihre Ansprechpartner in Norderstedt

Das Kapitel 28 der AGENDA 21 fordert gezielt die Kommunen auf, ihren Beitrag für die AGENDA 21 zu leisten. In der Bundesrepublik wurde diese Aufforderung überwiegend so verstanden, dass sie sich an die kommunalen Gremien richtet. Ausführendes Organ sind demnach die Verwaltungen, die durch die politischen Gremien beauftragt werden.
Die AGENDA 21 erfordert jedoch auch eine breit angelegte gesellschaftliche Wertediskussion. Der Schlüsselbegriff hierfür lautet 'sustainable development'. Im Deutschen gibt es hierfür keine  überzeugende wörtliche Übersetzung und der Ausdruck 'nachhaltige Entwicklung' trifft es nur halbwegs zufriedenstellend. Gemeint ist damit eine Entwicklung, bei der die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne die Bedürfnisbefriedigung künftiger Generationen zu gefährden. Der angestrebte neue Lebensstil, das was mit 'Nachhaltigkeit' gemeint ist, kann nicht von oben herab verordnet werden, sondern muss überzeugend wirken und von möglichst vielen Menschen mitgetragen werden.
Das AGENDA-Büro der Stadt Norderstedt versteht sich in diesem Sinne als Ihr Dienstleister für Projekte, die nachhaltig aus­gerichtet sind. Wir unterstützen Ihr Engagement im gesellschaftlichen Bereich für eine Stadt mit Lebensqualität.

- Bürgerschaftliches Engagement heißt: Menschen tun etwas   gemeinsam, für sich und für ande­re, freiwillig und unbezahlt –   jedoch mit  Gewinn!

- Bürgerschaftliches Engagement ist vielfältig und ideenreich,   bietet kreative Gestaltungs­freiheit in vielerlei Hinsicht und persönliche   Qua­lifizierung.

- Bürgerschaftliches Engagement bringt Menschen zusammen:   unabhängig von Nationalität / Her­kunft, Alter, Geschlecht oder   Ein­kom­men.

- Bürgerschaftliches Engagement stärkt das Gemeinwohl jeder Stadt – auch in Nor­der­stedt.



Deshalb unterstützt das AGENDA-Büro der Stadt Norderstedt auch Ihr Engagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Das funktioniert in erster Linie durch:

- die Koordination bestehender sozial gerechter, umweltverträglicher und zugleich   wirt­schaftlich machbarer Aktivitäten der lokalen Agenda 21
- Information und Beratung zu Fragen nachhaltiger Entwicklung
- das Anschieben neuer Ideen mit Begleitung und Weiterentwicklung sowie
- eine Kooperation mit allen Akteuren unserer Gesellschaft.

Beteiligung als wichtiges Element

Dort setzt also die AGENDA 21 mit Ihrem Grundgedanken an und macht auch die Bevölkerung durch eine geforderte, weitgehende Beteiligung an Entscheidungsprozessen zu (Mit-)Verantwortlichen.

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Sie können durch Ihre aktive Mitarbeit an der lokalen AGENDA 21 in Norderstedt einen entscheidenden Schritt dazu beitragen, an Norderstedts Entwicklung mitzuwirken. Es geht dabei um Ihre Ideen, Erfahrungen, Sicht­weisen, Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Gemeinschaft lebt schließlich von breiter Beteiligung, ehren­amt­lichem Handeln und vertrauensvollem Miteinander.  Die AGENDA 21 hält Lösungen für realistisch, indem die Eigeninitiative von den Betroffenen gefördert wird. Gruppen und Initiativen sind aufgefordert, selbstständig und eigenverantwortlich Aufgaben im Gemeinwesen zu übernehmen. Es geht um unsere Stadt. Dafür lohnt es sich, tätig zu werden!

Es gibt also Unterstützung für Institutionen, Unternehmen und insbesondere alle Menschen, die sich bereits bürgerschaftlich engagieren oder engagieren möch­ten. Neue Ideen werden bei uns neugierig und wohlwollend aufgenommen; so­weit sie im Sinne der Agenda 21 sind, unterstützen wir sie gerne. 

Themen für Norderstedt

Innerhalb der lokalen AGENDA 21 sind Bürgerinnen und Bürger Norderstedts unterschied­lich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Stadt.Seit Prozessbeginn arbeiteten bereits verschiedene aktive Arbeitskreise in Norderstedt, die sich mit der AGENDA 21 und unterschiedlichen Themen­be­rei­chen auseinander setzten:

- Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Texte
- Planung für Norderstedt
- Rohstoffe schonen
- Solar-Initiative Norderstedt
- Miteinander Leben
- Migration und Integration mit den fünf Arbeitsbereichen
- Vernetzung
- Sprachförderung
- Berufliche Integration
- Schulische Integration
- Interkulturelle Kompetenz
- Interessengemeinschaft Lärmminderung in Norderstedt (ILN)

Über Arbeitsergebnisse informieren wir gerne auf Anfrage.

Wenn auch Sie einen Arbeitskreis gegründet haben oder in einer Projektgruppe mitarbeiten, die sich ebenfalls mit dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit und dem Trias einer zugleich umweltverträglichen, sozial gerechten und wirtschaftlich machbaren Entwicklung ausein­ander­setzt, so sind wir über einen entsprechenden Hinweis für eine mögliche Vernetzung sehr dankbar. Haben Sie Interesse an der Mitarbeit in einem Arbeitskreis? Die Vermittlung der Kontakte zu den Arbeitsgruppen läuft über das AGENDA-Büro. Zudem informieren wir Sie gerne unverbindlich über die weiteren Unterstützungsmöglich­keiten des AGENDA-Büros. 

 

 

Agenda Büro

Nachhaltiges Norderstedt
AGENDA Büro

Rathausallee 50
22846 Norderstedt